Finnland – das PISA-Vorbild
Ein vielleicht etwas ungewöhnlicher Titel für einen Artikel in unserem Newsletter, aber wir sind ja u.a. zusammen mit TAKK – Adult Education Centre, Tampere, Projektpartner im Projekt TeamLog, einem EU-Projekt im Rahmen des sogenannten Leonardo da Vinci Programms der Europäischen Kommission und haben daraus im Laufe der vergangenen 9 Monate schon wirklich interessante Erkenntnisse gewonnen. Zu Beginn d.M. ging es bei unserem Besuch in Tampere um die Weiterbildung von gewerblich tätigen Lenker/innen, wie dies von EU RL 2003/59 vorschreibt.
Bekanntlich gibt ja die EU-Richtlinie nur Rahmenbedingungen vor, und die davon betroffenen Staaten erlassen hierzu die notwendigen (Ausführungs)gesetze. Und als wir mit unseren finnischen Partnern über unsere Probleme mit den verschiedenen Durchführungsverordnungen in den einzelnen österreichischen Bundesländern diskutieren wollten, gab es nur großes Erstaunen. Man wollte einfach nicht glauben, dass ein Land mit einer Einwohnerzahl von 8 Mio unterschiedliche Landesgesetze haben könnte. In Finnland (5,5 Mio EW) wäre so etwas undenkbar. Also, Dinge wie unterschiedliche Vorschriften zur Akkreditierung von Ausbildungsstätten, unterschiedliche Bestimmungen zur praktischen Ausbildung von Lenkern in den Bereichen Eco-Drive oder Ladungssicherung u.dgl. und ähnlicher Ungereimtheiten wären in SF undenkbar. Da haben wir dann kurzfristig unseren logistischen Pfad verlassen und erfahren, dass natürlich auch das Bildungssystem in ganz Finnland einheitlich gestaltet ist – vielleicht mit ein Grund, warum SF PISA-Sieger ist?

Zur Ausbildung nach besagter EU-Richtlinie haben wir die einzelnen Lehrinhalte in groben Zügen verglichen und dürfen mit Stolz behaupten, uns in fachlicher Hinsicht durchaus mit Finnland messen zu können. Unsere Hochachtung vor den „Kings of the Road“ ist gestiegen. Die finnischen Freunde haben uns auf ihrem Übungsgelände nämlich ans Steuer ihres 40t-DAF-Sattelzugs gelassen > dass hierzu zum Lenken Fingerspitzengefühl notwendig ist, war uns bewusst, aber gleich so viel ??? Erwähnenswert ist sicherlich auch noch die Auswahl der möglichen Lehrinhalte in den einzelnen Modulen (zwischen Silo-Transporten und Getränke-Zulieferern liegen ja Welten). Die Finnish Transport Safety Agency (Trafi) veröffentlicht hierzu auf seiner Homepage eine Auswahl von Themen, die ständig erweitert wird.
Natürlich haben wir unsere jeweiligen Präsentationsunterlagen (ppt, Videos, Grafiken) ausgetauscht und werden da und dort Modifikationen in den eigenen Unterlagen vornehmen.
Stiegl Logistiklehrgang II erfolgreich abgeschlossen

Aufbauend auf den Stiegl Logistiklehrgang I wurden insgesamt 14 Standortlogistiker von COS Austria in den Bereichen Führung, Kommunikation, Konfliktmanagement bis zum Supply Chain Management innerhalb eines Jahres trainiert.
Das Bild zeigt die erfolgreichen Absolventen nach der Abschlusspräsentation gemeinsam mit Geschäftsführer Stiegl Josef Ebner (4. von rechts), Logistikleiter Stiegl Thomas Gerbl (3. von Links) und COS Geschäftführer Helmut Prenner (5. von links)
COSGROUP goes ISO
Warum erst jetzt ???????
Genau diese Frage haben wir uns auch gestellt. Da trainieren wir seit Jahren erfolgreich QM (Qualitätsmanagment), beraten Unternehmen (die die Zertifizierung mühelos schaffen) und sind selbst nicht zertifiziert. Vor diesem Hintergrund hatten wir zu Jahresbeginn damit begonnen, das was wir tun zu dokumentieren – denn nichts anderes sagt ja die QM-Zertifizierung nach ISO 9000 aus. QM ist ja eine Dokumentation der im eigenen Unternehmen durchgeführten Prozesse mit dem Ziel, einerseits Qualitätsstandards beizubehalten und andererseits, diese zu analysieren um daraus gegebenenfalls Maßnahmen ableiten zu können.
Und aus dieser Dokumentation von Prozessen lernt jedes Unternehmen. Es wird wohl kaum Abläufe geben, die so perfekt organisiert sind, dass nicht doch durch kleine Anpassungen Verbesserungen erzielt werden können. So waren wir beispielsweise der Meinung, unsere seit Jahren laufenden Kurve gut organisiert und das Bestmögliche gemacht zu haben, um aus den Feedback-Bögen unserer Teilnehmer sowie unserer Trainer immer hinreichend Anregungen für Verbesserungen gewinnen. Aber durch das Hinterfragen des Prozesses „Thematische Gestaltung von Seminaren“ hat sich gezeigt, dass wir durch Analyse der Prüfungsergebnisse zu einzelnen Themen herausfinden können, welche Schwerpunkte innerhalb eines Themas weniger gute Beurteilungen erfahren als andere. Dies ist natürlich für uns – neben dem Feedback von Trainern und Teilnehmern – ein zusätzlicher Ansatzpunkt für uns, die didaktische Gestaltung dieser Schwerpunkte zu im Rahmen der Vorbereitung einzelner Trainings zu verbessern.
Natürlich sieht dieses Dokumentieren von Prozessen nach Papierkram aus und nicht jeder von uns war begeistert, zu dokumentieren was er macht > wenn dies eh funktioniert….
Aber als unser QM-Handbuch fertig war und kurz bevor der Auditor von SGS – Schweizerische…. – vor unserer Tür gestanden ist hat es niemand mehr gegeben, der dies als sinnlose Übung angesehen hat. Denn das kritische Hinterfragen eigener Prozesse geht ja mit der Dokumentation Hand in Hand und daraus ergeben sich automatisch Potenziale für zukünftige Verbesserungen. Unser QM-Handbuch, die QM-Review, der Satz verwendeter Formulare, das Organigramm mit Stellenbeschreibungen…..all dies war fertig und das Audit hätte dann praktisch nur mehr Formsache sein sollen – und war es auch! Aber es wär ja kein richtiger Auditor gewesen, wenn er nicht da und dort eine Kleinigkeit gefunden hätte!
Unterm Strich hat der SGS-Auditor im Verlauf dieser 6h wo er die dokumentierten Abläufe von COSGROUP einer strengen Kontrolle unterzogen hatte, nichts Gravierendes gefunden, was der Verleihung der ISO-Zertifizierung entgegenstehen könnte. Somit werden wir das begehrte Zertifikat in ein paar Wochen bekommen. Das interne Prozedere von SGS sieht vor, dass der Auditor einen Bericht über das bei uns gemachte Audit in die SGS-Zentrale Schweiz schickt, dieser dann dort nochmals kritisch begutachtet wird und wir nach Abschluss dieses Prüfung dann berechtigt sein werden, das ISO 9001-Zertifikat offiziell zu verwenden.
TeamLog - COSGROUP blickt über den Tellerrand
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…..und dies natürlich nicht nur im Rahmen von EU-Projekten! Wie wir schon in vergangenen Ausgaben unseres Newsletters berichtet haben sind wir im Rahmen von TeamLog - einem Leonardo da Vinci Projekt der EU - als Projektpartner dabei, Best Practices der Logistikausbildung in den Partnerländern zu identifizieren und auf die Umsetzbarkeit in Österreich zu prüfen - eine wirklich spannende Sache. Am Mo/Di dieser Woche gab es das zweite Projekt-Meeting in Stuttgart von dem wir einiges mitnehmen, aber auch "dortlassen" konnten. "Wie bringt man Bus- und LKW-Lenker/innen dazu, die EU-Vorschiften über Lenkzeitregelungen (Stichwort "Digitaler Tachograph") oder Weiterbildung nicht als lästige Pflicht sondern als Vorteil zu sehen?" sowie "Was bringen Auslandspraktika im Rahmen der Logistikausbildung" waren u.a. 2 Fragen, die dort diskutiert wurden. Natürlich ging es aber auch um didaktischen Zugang zu Schwerpunktthemen und eine Betriebsbesichtigung durfte auch nicht fehlen. Und auch da haben wir etwas Neues gesehen.
Ein Umschlagslager bei der Spedition Wackler in Göppingen. Cross-docking funktioniert dort in der Weise, dass auf einer ca. 300m langen, im Boden versenkten Förderkette Wagen fix montiert sind. Die Ware wird somit an einer Andock-Station auf diese kontinuierlich bewegten Wagen geladen. Gegebenenfalls wird die Ware direkt zur Andock-Station geführt wo die Ware weitertransportiert wird oder sie wird in der Mitte der Lagerhalle zwischengelagert.
Bis zum nächsten Meeting im September müssen die Partner - wie üblich - Hausaufgaben erledigen. Diesmal geht's darum, den Prozess der Ein- und Auslagerung mit allem drum und dran didaktisch aufzubereiten.
Bedarf an qualifiziertem Lagerpersonal ?
Es wird wohl kaum ein Lager geben, wo alle Mitarbeiter hinsichtlich der immer anspruchsvoller werdenden Geräte, Einrichtungen oder Software auf dem letzten Stand der Technik sind, bzw. wo nicht an Neuaufnahme sowie Ersatz von Personal gedacht wird. COSGROUP hat diesbezüglich vor Kurzem eine Online-Befragung durchgeführt um herauszufinden, wo eigentlich die Knackpunkte liegen. Und da hat sich bei praktisch allen Unternehmen die Qualifikation von neu einzustellenden Mitarbeiter/innen als problematisch herausgestellt.
Vor diesem Hintergrund hat COSGROUP gemeinsam mit Partnern ein Kurs-Konzept mit Lehrlager entwickelt, d.h. mit einem Lager, welches räumlich verbunden mit einem „echten“ Lager zusammen geführt wird. In diesem lernen die Kursteilnehmer/innen den praktischen Umgang mit allem, was man im Lager auch wirklich in die Hand nehmen kann. Aber das kostet….
In einem weiteren Schritt kann COSGROUP jetzt auch bezüglich der Kostenfrage eine befriedigende Lösung anbieten. Da gibt es nämlich jetzt für Unternehmen die Möglichkeit, aus einem Pool von Kandidaten/innen Geeignete auszuwählen, diese über einen Zeitraum von 3 – 9 Monaten ausbilden zu lassen und daneben deren Eignung im eigenen Betrieb zu testen – und dies zu wirklich geringen Kosten. Während der Gesamtlaufzeit werden die Lohnkosten vom AMS getragen und für Wiener Unternehmen gibt es zusätzlich einen Beitrag von 40% zu den Ausbildungskosten als Zuschuss. Das Konzept sieht vor, dass der/die Teilnehmer/in während der Gesamtlaufzeit des Programms 2/3 der Zeit im jeweiligen Unternehmen verbringt und 1/3 theoretisches + praktisches Training absolviert. Der Vorteil für Unternehmen liegt vor allem darin, dass sie sich geeignete Kandidaten/innen – diese werden übrigen zuvor von Fachleuten auf ihre prinzipielle Eignung getestet – ansehen können, bevor sie mit diesen einen Vertrag schließen. Übrigens, eine Behaltefrist gibt es nach Abschluss des Programms nicht.
Für nähere Information hierzu – Projekt AQUA – steht Ihnen der Verfasser gerne zur Verfügung Tel.: 02252 / 25 95 27); Sie finden aber auch Infos auf der Homepage unseres Kooperationspartners Mentor www.mentor.at/Implacement/AQUA
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19.November.2010
Aufnahme in die taxative Liste der anerkannten Bildungsträger ( Weiterbildung )
COS Österreich ist in die taxative Liste der annerkannten Bildungsträger der Weiterbildung des WAFF aufgenommen worden.
12.November.2010
Neuer MBA gestartet
Der neue 2 jährige MBA Logistik Lehrgang startete in Dornbirn
21.Oktober.2010
Logistiklehrgang beim Porsche gestartet
Bei Porsche Salzburg startete ein durch COS Austria betreuter interner Logistiklehrgang für Logistikmitarbeiter aus dem Teilelager und –Versand.
06.Oktober 2010
COS Austria vergibt ein Begabtenstipendium im Wert von € 10.800 für den MBA Logistik in Salzburg
Am 12.11.2010 startet ein neuer 4-semestriger Lehrgang MBA Logistik in Salzburg. Dieser Lehrgang beinhaltet 8 Anwesenheitstage pro Semester und Fernlehrephasen.
Der MBA-Lehrgang befasst sich unter anderem mit den Themen Beschaffungslogistik, Distributionslogistik, Produktionslogistik und Supply Chain Management sowie Marketing und Verkauf, Controlling, Mitarbeiter- und Unternehmensführung, Wirtschafts-, und Steuerrecht.
Nach erfolgreiche Absolvierung des Logistiklehrgangs wird der Titel Master of Business Administration verliehen.
Kurszeiten sind Freitag 14.00 - 21.00 Uhr und Samstag 9.00 - 17.00 Uhr (4 Wochenenden pro Semester) Übernachtungsmöglichkeiten sind am Seminarort gegeben. Die Kosten sind mit € 2.700 pro Semester sehr moderat gehalten. (Achtung: Auch individuelle Teilzahlungsvarianten möglich)
Dazu vergibt COS Austria ein Begabtenstipendium im Wert von € 10.800.-
01. Oktober 2010
COS Fahrerakademie® ab sofort auch in Niederösterreich akkreditierte Weiterbildungsstätte für LenkerInnen-Schulungen
20. Juli 2010
LenkerInnen-Schulungen nun auch in Oberösterreich

Die COS Fahrerakademie® ist ab sofort auch für das Bundesland Oberösterreich eine akkreditierte Weiterbildungsstätte für LenkerInnen-Schulungen.
26. Juni 2010
COS ist Partner in neuem EU-Projekt
Im Rahmen des Leonardo-Programms wurde COS ein Projekt genehmigt, in dem es hauptsächlich um transnationalen Erfahrungsaustausch zur optimalen Nutzung von Logistik Know-How geht.
Juni 2010

Wir gratulieren unseren Absolventen des MBA Upgrades Salzburg
Thomas Gebl, Michael Schwanninger und Matthias Heise
ganz herzlich!!
28.-29. Mai 2010
STIEGL LOGISTIKER AUF DER ALM
Am Wochenende, von 28.-29.5. fand das 2. Modul des Lehrganges Stiegl Logistiker auf der Gersberg Alm statt.
Tagsüber wurde fleissig an Logistikprojekten gearbeitet, am Abend gab es ein Kamingespräch mit MMag. Martin Gruber, Leiter des Personal- und Sozialwesens bei Stiegl, der aktuelle Fragen mit den Teilnehmern diskutierte.

MMag. Martin Gruber, Leiter Personal- und Sozialwesen, Stiegl
KOOPERATIVE EINKAUFSLÖSUNGEN IM WIRTSCHAFTSPARK WOLKERSDORF AB 14. JUNI

Ab 14. Juni startet das Projekt "Logistische Synergien um Wirtschaftspark Wolkersdorf - Kosteneinsparung durch kooperative Einkaufslösungen". Insgesamt 10 Unternehmen des Eco Plus Wirtschaftsparks Wolkersdorf werden in einem zwölfmonatigen Projekt von COS Austria beraten und betreut, um eine nachhaltige Reduktion der Beschaffungskosten zu erreichen.
Mai 2010
COS AUSTRIA STARTET BERATUNGSPROJEKT BEI FIRMA PLANEX HOLDING IN VARNA

COS Austria startet ein Beratungsprojekt bei der Firma Planex Holding in Varna. Die Planex Holding besteht aus 10 Firmen, die im Bereich Bauwesen, Immobilien und Investment tätig sind und zählt hier zu den bulgarischen Top-Unternehmen.
COS freut sich über die Zusammenarbeit!
Mai 2010
UMZUG IN DIE NEUEN BÜRO- UND SEMINARRÄUMLICHKEITEN
Anfang Mai war es endlich soweit - COS zog mit Sack und Pack in die neuen Büro- und Seminarräumlichkeiten um!
Fotos vom MBA General Management in den neuen Büro- und Seminarräumlichkeiten von COS (Teilnehmer beim Logistik-Planspiel)
02. Mai 20010 Breaking news
COS AUSTRIA WIRD GRÜNDUNGSMITGLIED DES VEREINS NOVA LOGISTIKA IN SOFIA
Der Verein Nova Logistika bildet eine neutrale Plattform für logistisches Wissen in Bulgarien. Ziele des Vereines sind
* ein einheitliches Logistikverständnis zu fördern
* die Wirtschaftsregion Bulgarien als Logistik-Drehscheibe zu etablieren und
* die regionale, überregionale und internationale Zusammenarbeit vor allem mit Österreich zu forcieren
25.-26. April 2010
VIENNA ECONOMIC FORUM IN SOFIA
Das COS-Partnerbüro in Sofia und die ecoplus hatten gemeinsam in Sofia einen Stand bei den Vienna Economic Talks zum Thema "Environmental Economy for Green Bulgaria".
Eröffnet wurde die Veranstaltung von dem Präsidenten des Vienna Economic Forum, Dr. Erhard Busek.
23. April 2010
NÄCHSTER STIEGL-LEHRGANG GESTARTET

Nach dem Lehrgang „Der Stiegl Logistiker I“ startete am 23.April bereits die nächste Runde der Logistikführungkräfteausbildung bei der Stiegl Brauerei.
Das Thema des ersten Moduls „Teambuilding erleben“ wurde von den Teilnehmern sehr erfolgreich umgesetzt. COS Austria freut sich, diesen Lehrgang weiterhin erfolgreich für unseren Kunden umsetzen zu dürfen.
Finnland – das PISA-Vorbild
Ein vielleicht etwas ungewöhnlicher Titel für einen Artikel in unserem Newsletter, aber wir sind ja u.a. zusammen mit TAKK – Adult Education Centre, Tampere, Projektpartner im Projekt TeamLog, einem EU-Projekt im Rahmen des sogenannten Leonardo da Vinci Programms der Europäischen Kommission und haben daraus im Laufe der vergangenen 9 Monate schon wirklich interessante Erkenntnisse gewonnen. Zu Beginn d.M. ging es bei unserem Besuch in Tampere um die Weiterbildung von gewerblich tätigen Lenker/innen, wie dies von EU RL 2003/59 vorschreibt.
Bekanntlich gibt ja die EU-Richtlinie nur Rahmenbedingungen vor, und die davon betroffenen Staaten erlassen hierzu die notwendigen (Ausführungs)gesetze. Und als wir mit unseren finnischen Partnern über unsere Probleme mit den verschiedenen Durchführungsverordnungen in den einzelnen österreichischen Bundesländern diskutieren wollten, gab es nur großes Erstaunen. Man wollte einfach nicht glauben, dass ein Land mit einer Einwohnerzahl von 8 Mio unterschiedliche Landesgesetze haben könnte. In Finnland (5,5 Mio EW) wäre so etwas undenkbar. Also, Dinge wie unterschiedliche Vorschriften zur Akkreditierung von Ausbildungsstätten, unterschiedliche Bestimmungen zur praktischen Ausbildung von Lenkern in den Bereichen Eco-Drive oder Ladungssicherung u.dgl. und ähnlicher Ungereimtheiten wären in SF undenkbar. Da haben wir dann kurzfristig unseren logistischen Pfad verlassen und erfahren, dass natürlich auch das Bildungssystem in ganz Finnland einheitlich gestaltet ist – vielleicht mit ein Grund, warum SF PISA-Sieger ist?
Zur Ausbildung nach besagter EU-Richtlinie haben wir die einzelnen Lehrinhalte in groben Zügen verglichen und dürfen mit Stolz behaupten, uns in fachlicher Hinsicht durchaus mit Finnland messen zu können. Unsere Hochachtung vor den „Kings of the Road“ ist gestiegen. Die finnischen Freunde haben uns auf ihrem Übungsgelände nämlich ans Steuer ihres 40t-DAF-Sattelzugs gelassen > dass hierzu zum Lenken Fingerspitzengefühl notwendig ist, war uns bewusst, aber gleich so viel ??? Erwähnenswert ist sicherlich auch noch die Auswahl der möglichen Lehrinhalte in den einzelnen Modulen (zwischen Silo-Transporten und Getränke-Zulieferern liegen ja Welten). Die Finnish Transport Safety Agency (Trafi) veröffentlicht hierzu auf seiner Homepage eine Auswahl von Themen, die ständig erweitert wird.
Natürlich haben wir unsere jeweiligen Präsentationsunterlagen (ppt, Videos, Grafiken) ausgetauscht und werden da und dort Modifikationen in den eigenen Unterlagen vornehmen.